Stirnfalten

Die kleinen Lachfalten rund um die Augen sind ja wenigstens noch Zeugen einer guten Zeit. Aber diese tiefe Stirnfalte muss doch wirklich nicht sein! Sie verleiht einen unglaublich grimmigen und alten Gesichtsausdruck. Schon ist er vorbei, der Traum ewiger Jugend… Die Stirnfalte muss also auf jeden Fall weg! Stehen Sie Ihrem Spiegelbild morgens auch so kritisch gegenüber? Dann stellen wir Ihnen jetzt ein paar Methoden für jeden Geldbeutel vor, die sogar tiefe Stirnfalten verschwinden lassen. Sie werden überrascht sein…

Wie entstehen überhaupt Stirnfalten?

Die gute Nachricht zuerst: Es trifft Jeden! Denn biologisch bedingt altert unsere Haut früher oder später, weil die Elastizität immer stärker abnimmt. Bei einigen Menschen zeigen sich die ersten Falten bereits mit Ende 20. Das sind allerdings meistens erblich bedingte Ausnahmen. Denn auch unsere Gene spielen eine große Rolle bei der Alterung. Denken Sie dabei auch an ein schwaches Bindegewebe. Das wird meistens von der Mutter auf die Tochter “vererbt” und lässt sich leider kaum selbst beeinflussen.

Aber es gibt auch andere Faktoren, die Falten verursachen können. Im Grunde entstehen sie nämlich durch eine permanente, mechanische Belastung der Haut. Wenn Sie beispielsweise ständig die Stirn runzeln, oder den ganzen Tag angestrengt in einen Bildschirm starren, zeigen sich irgendwann zwangsläufig die ersten Falten. Sogar Schlupflider begünstigen eine Entstehung. Denn häufig neigen die Betroffenen dazu, ständig unbewusst die Brauen anzuheben.

Sie ahnen es bestimmt schon: Auch eine allzu ungesunde Lebensweise “gräbt” sich irgendwann in die Haut ein. Wer permanent zu wenig schläft, raucht und sein Gesicht der Sonne aussetzt, darf sich über immer tiefer werdende Falten nicht wundern.

Kann ich Stirnfalten vorbeugen?

Der Hautalterung entkommen Sie natürlich nie ganz. Aber Sie lässt sich deutlich verzögern. Wie schon so oft “besungen”, spielt eine gesunde Lebensweise eine nicht unerhebliche Rolle dabei. Sie sollten ausreichend Wasser trinken, genügend schlafen, nicht rauchen und immer einen Sonnenschutzfaktor auftragen.

Da ab dem 30. Lebensjahr die Elastizität der Haut spürbar nachlässt, empfiehlt sich außerdem eine Tagescreme mit Hyaluron. Dieser körpereigene Stoff bindet Wasser im Gewebe. Leider dringen diese Produkte nicht bis in die Lederhaut vor, so dass der Effekt nach nur wenigen Stunden wieder nachlässt.

Auch eine regelmäßige Gesichtsmassage kann vorbeugend helfen. Dazu eignet sich beispielsweise ein Roller aus Jade oder Rosenquarz sehr gut. Er hilft in Kombination mit einer reichhaltigen Pflege dabei, die Gesichtsmuskeln zu entspannen und versorgt die Haut mit essentiellen Wirkstoffen.

Ein neues Produkt auf dem Markt nennt sich Faltenpflaster. Es wird vor dem Einschlafen einfach auf die Stirnfalte geklebt. Durch die Fixierung sollen sich über Nacht alle Muskeln entspannen, die sonst für die tiefen “Furchen” verantwortlich sind.

Wie kann man Stirnfalten entfernen?

Wenn die Stirnfalte erst einmal da ist, helfen vorbeugende Tipps natürlich herzlich wenig. Aber welche Methode darf es sein, wenn ein Skalpell keine Option ist? Zum Glück bietet der Markt rund um die Schönheit mittlerweile unzählige Möglichkeiten, um selbst tiefe Stirnfalten loszuwerden:

Das Facelifting:

Diese Methode gehört ganz sicher zu den drastischen Alternativen, wenn Sie eine Stirnfalte loswerden wollen. Aber gerade in sehr schweren Fällen ist eine Operation oft der einzige Weg. Denn die Haut wird dabei nicht nur gestrafft, sondern gleichzeitig auch von überschüssigem Gewebe befreit. Dieser operative Eingriff ist zwar leider deutlich teurer als vergleichbare Alternativen, hält dafür aber auch sehr viel länger. Neben den Kosten ist die Narkose leider ein großer Nachteil. Auch die anschließende Heilung verläuft deutlich langwieriger als bei anderen Methoden.

Die Unterspritzung:

Wie der Name schon vermuten lässt, werden dabei bestimmte Wirkstoffe direkt in die Falte gespritzt. Dabei unterscheiden Experten zwischen auflösbaren (resorbierbaren) und dauerhaften (nicht-resorbierbaren) Substanzen. Im Grunde wird damit beschrieben, ob der Körper den Wirkstoff mit der Zeit von allein wieder abbauen kann.

Zu den resorbierbaren Unterspritzungen zählt man vor allem folgende Substanzen:

Hyaluronsäure: Sie kommt in natürlicher Form auch im menschlichen Körper vor und ist somit besonders gut verträglich. Hyaluronsäure ist dazu in der Lage, im Gewebe Wasser zu binden und damit Falten aufzufüllen. Der Effekt hält etwa sechs Monate an.

Poly-L-Milchsäure: Auch diese Säure findet sich im menschlichen Körper und bindet Wasser im Gewebe. Damit ist sie neben Hyaluronsäure und Botox einer der am häufigsten verwendeten Wirkstoffe für Unterspritzungen. Anders als bei der ersten Variante hält eine Unterspritzung mit Milchsäure rund zwei Jahre.

Botulinumtoxin: Mittlerweile lässt sich der Wirkstoff synthetisch herstellen. Botox wird partiell unterspritzt und entspannt die Muskeln so stark, dass ein Stirnrunzeln nicht mehr möglich ist. Dadurch wird einer weiteren Faltenbildung vorgebeugt. Der Effekt hält ungefähr sechs Monate an.

Eigenfett: Dafür wird an bestimmten Körperstellen Fett abgesaugt und aufbereitet. Diese Behandlungsmethode wirkt besonders effektiv bei mittelstarken oder sehr tiefen Falten und hat so gut wie keine Nebenwirkungen. Leider ist diese Alternative recht aufwendig und die Haltbarkeit schwankt je nach Stoffwechsel zwischen wenigen Wochen bis hin zu einigen Monaten.

Eigenblut: Diese Methode wird auch als “Vampirlifting” bezeichnet. Dabei wird dem Körper Blut entnommen, welches dann aufbereitet und injiziert wird. Besonders gute Erfolge erzielt man bei leichten Falten und kleineren Narben.

 Zu den nicht resorbierbaren Wirkstoffen zählen folgende Substanzen:

Silikon:

Es wird längst nicht mehr nur für die Modellage neuer Brüste eingesetzt. Seit einigen Jahren findet es auch Anwendung in der Unterspritzung von Falten. Dabei hält es ganz besonders lange und ist nicht viel teurer als die bereits genannten Wirkstoffe.

Was zunächst sehr verlockend klingt, kann allerdings auch schnell zum Nachteil werden. Besonders, wenn sich unerwünschte Knötchen bilden oder die Haut stark altert. Dann bleibt das Silikon zwar weiterhin an der ursprünglichen Stelle, das umliegende Gewebe aber sinkt immer weiter ab.

Auch eine Entfernung ist denkbar schwierig. Denn die eigentliche Straffung erfolgt eigentlich nur, weil sich körpereigenes Gewebe um das Silikon herum bildet. Durch die Spannung glättet sich die Haut und die Gesichtszüge wirken wieder jünger. Kommt es zu unerwünschten Nebenwirkungen, muss im Zweifelsfall also nicht nur der fremde Stoff, sondern auch eigenes Gewebe operativ entfernt werden.

Aptos-Fäden:

Dabei handelt es sich um Fäden aus Polyurethan, die mit Hilfe einer Nadel unter die Haut geschoben werden. Nach einiger Zeit bildet sich um diesen vermeintlichen Fremdkörper dann neues Bindegewebe. Die Haut wird von innen aufgepolstert und Falten sind weniger stark sichtbar. Leider können sich auch bei dieser Methode schnell unerwünschte Knötchen bilden, die mitunter operativ wieder entfernt werden müssen.

Fazit:

Generell sind nicht resorbierbare Stoffe für den menschlichen Körper deutlich gefährlicher. Sie können mit der Zeit verrutschen, Allergien auslösen und sind nur schwer wieder zu entfernen. Daher empfiehlt sich eine Unterspritzung mit resorbierbaren Wirkstoffen, die der Körper mit der Zeit selbst wieder abbauen kann. Was auf den ersten Blick seltsam klingt, ist durchaus positiv. Denn die Haut altert auch trotz Unterspritzung immer weiter. Eine erneute Unterspritzung kann also immer genau dort vorgenommen werden, wo sie gerade gebraucht wird.

Warum lohnt es sich, Stirnfalten entfernen zu lassen?

Unser Gesicht ist quasi die Visitenkarte des Körpers. Da steht es außer Frage, dass man möglichst jung und vital auf sein Gegenüber wirken möchte. Dazu gehört auch eine möglichst straffe Haut. Lachfalten werden gesellschaftlich akzeptiert, aber eine tiefe Stirnfalte ist in den Augen der meisten Menschen ein Zeichen von Unfreundlichkeit. Auf diese Weise entsteht schnell ein falscher erster Eindruck. Wer möchte schon direkt in eine Schublade gesteckt werden?

 

Die Zahlen sprechen durchaus für sich. Denn in den letzten Jahren hat die Schönheitsbranche mit über 150.000 Eingriffen ein sattes Plus erwirtschaftet. Allein im Jahr 2019 verzeichnete man einen Zuwachs von über 50%. Dabei gehen längst nicht nur Frauen zur Kosmetikerin. Auch Männer finden längst Gefallen an einem gepflegten und zeitlosen Erscheinungsbild.

Es lohnt sich also durchaus, den Falten die Stirn zu bieten!